Einige grundlegende Informationen
Allgemeines
Schritte der ganzheitlichen Zahnbehandlung
Welche Störungen können von Zähnen ausgehen?
  1. Energetische Beziehungen nach den chinesischen Meridianen
  2. Herde
  3. Werkstoffstörungen
  4. Strukturelle Störungen
  5. Hygienefehler
Buchtipps für Interessierte
Warum kein Amalgam?
Grundlegende Informationen zu Amalgam
Indikationen für eine Amalgamentfernung
Kein Amalgam - was nun?
Amalgamsanierung - aber richtig!
  1. Vorgehensweise bei gesunden Patienten
  2. Vorgehensweise bei chronisch kranken Patienten
  3. Vorgehensweise bei Tumorpatienten
Therapieplan für die Amalgamentfernung
Verhalten nach der Amalgamentfernung
Vorsorge und Alarmsignale
Unerkannter Vitamin D - Mangel und seine Folgen
Zahnfleisch als Alarmsignal
Parodontose – Hintergrundinformation
Stolpersteine der „gesunden Ernährung“
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Getreideunverträglichkeit
Milchzucker- und Fruchtzuckerverwertungsstörung
Der Mund als Ursache für Wirbelsäulenprobleme
Ganzheitsmedizinisches Gesundheitspaket
Zahnärztliche und homöopathische Kombinationsbehandlung
Mögliche Komplikationen bei der Zahnbehandlung
Therapiekonzept meiner Praxis
 
Vorsorge und Alarmsignale

Stolpersteine der gesunden Ernährung:
Unerkannter Vitamin D - Mangel und seine Folgen

Vitamin D wird von der Sonne in unserer Haut gebildet und in Leber und Niere zu einer aktiven Form weiterverarbeitet. Es ist das einzige sonnenlichtabhängige Vitamin in unserem Körper.

Eine ausreichende Vitamin D – Versorgung ist die Grundlage für einen funktionierenden Stoffwechsel, denn es reguliert die Sauerstoffaufnahme und –verwertung sowie den
Ca-Haushalt. Auch das Immunsystem hat Rezeptoren für Vitamin D.
   

Calciumaufgaben:  

  1. Knochenaufbau / Zahnaufbau
  2. Sauerstoffverwertung in der Zelle
   

Sauerstoffverwertung in der Zelle reguliert

 

Energiehaushalt durch Zucker- und Fettabbau
Muskelkraft, d. h. die Fähigkeit zu Anspannung und Entspannung
Natrium/Kaliumpumpe, d. h. die Wassereinlagerung im Gewebe

   

Bei zu wenig Vitamin D können einzelne oder auch alle diese Funktionen gestört sein.
Der Versuch des Körpers vermindertes Sauerstoffangebot zu kompensieren kann zu Schilddrüsenstörungen führen.

   

Ein stabiler Calciumspiegels wird durch das Parathormon aus der Nebenschilddrüse und das Calcitonin aus der Schilddrüse geregelt.
  * Parathormon steigert Calcium im Blut (holt es aus den Knochen und/oder Zähnen)
  * Calcitonin senkt Calcium im Blut.

   

Vitamin D-Mangel geht immer mit Ca-Mangel einher und ist beim Kind folgenschwerer als beim Erwachsenen, denn der hat ein Ca-Reservoir aus Knochen und Zähnen. Jahrzehntelanger Mangel führt daher zu Osteoporose.

Grund für Calciummangel ist immer eine Vitamin D Unterversorgung.
Vitamin D-Überversorgung (seltener). Produziert ein calciumbindendes Protein, das nicht ausreichend mit Ca gesättigt werden kann und der Körper kommt kurzfristig in einen Mangel.
   

Daher muss Vitamin D und Calcium immer gemeinsam gegeben werden.

   
Ursache für Vitamin D-Unterversorgung:
 

Zuwenig Sonne:
Winter, Nebel- und Regenzeiten, Aufenthalt in geschlossenen Räumen, hoher Schutzfaktor bei Sonnencremen

 

Erhöhter Bedarf:
Schwangerschaft, Stillen, Zahnen, Knochenbrüche, Leber- oder Nierenstörungen: dadurch zuwenig aktives Vitamin D

   
Ursache für VitaminD-Überversorgung:
 

Sonnenbaden
(das erklärt die Müdigkeit nach langem „Rösten“ in der Sonne, denn das calciumbindende Protein führt zu Calciummangel)
Erhöhte Vitamin D Gaben ohne Calcium

   
Nahrungsmittel mit Vitamin D:
 

Fisch und Fischöle, tierische Fette
Avocado – einziges Gemüse mit Vitamin D
Butter – vor allem Sommerbutter

   
Symptome des Calciummangels:
  - hohe Körpertemperatur - starkes Schwitzen
- Kariesneigung
- Steifheit der Muskel, Krämpfe, Lähmungen
- Müdigkeit
- Heißhunger auf Süßes
- Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung, Nasenpolypen
- Migräne, Regelschmerzen
- Sonnenallergie (Ca-Mangel durch D-Überschuss)
- Osteoporose, Parodontose mit Knochenverlust
- Säuglinge liegen wie ein Fragezeichen im Bett
- Säuglinge schreien viel und sind beim Saugen rasch erschöpft
- Stillende Mütter sind schlapp und schweißgebadet
   

Symptome einer falschen Vitamin D-Dosierung:

 

Muskelkater
rheumaartiges Ziehen in den Hüften und am Rücken
Wadenkrämpfe
Wiederauftreten von Schwitzen
Gewichtszunahme
Süßhunger

 

Geänderte Dosierungen sollten immer mindestens 4 Tage bis 1 Woche beibehalten werden. Man muss individuell die richtige „Wohlfühlmenge“ herausfinden.

 

Wenn bei Überdosierungen Übelkeit und Erbrechen auftreten - 1 Tag aussetzen
und mit niedrigerer Dosierung weitermachen.

   

Zielwerte im Bluttest:

 

Calcium:        
Phosphor:      
25-OH-D:      
1,25 (OH)2 D:
Parathormon:

2,5 mmol/l oder 5 mval/l
1,27mmol/l oder 3,93 mg/dl
80nmol/l oder 32 ng/ml
120 pmol/l oder 48 pg/ml (=ng/l)
sollte weniger als 30 pg/ml sein

   

Im Winter haben wir in unseren Breiten weniger Sonneneinstrahlung und daher weniger Vitamin D-Produktion in der Haut.
Körperlich spürt man das in Form von Müdigkeit und Lustlosigkeit, wie es jedem an sonnenlosen Tagen oder im Herbst während der Nebelzeit schon passiert ist.
Dauert dieser Zustand länger, dann kann der Körper seine Stoffwechselaufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen, eine gesteigerte Wasseransammlung im Gewebe ist die Folge und damit eine Erhöhung des Gewichtes.
Der Vitamin D Mangel im Winter ist die Erklärung für den sogenannten Winterspeck, den man nach dem 40. Lebensjahr immer leichter ansetzt. Hungern oder Fasten allein führt oft zu keiner ausreichenden Gewichtsreduktion.

Im Frühling gibt es plötzlich mehr Sonneneinstrahlung, mehr Vitamin D wird in der Haut gebildet, calciumbindendes Protein entsteht, Frühjahrsmüdigkeit ist die Folge.
   

Herbstdepression und Frühjahrsmüdigkeit unterliegen demselben Mechanismus.

Eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D und Calcium ist die richtige Therapie.

 
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